
Ein Nachmittag des Erinnerns, der Verbundenheit und des Trostes
Am 23. November 2025 hat der Emmaus Ambulanter Hospizdienst zu einem Trost- und Gedenkgottesdienst eingeladen.
Begleitung heißt für uns bei Emmaus: einfach da sein – aufmerksam, geduldig und offen für kleine Momente, die Großes bewirken.
Unsere Ehrenamtliche Beatrix Wagner-Willmer erzählt von Herrn G., Anfang 80, der in einem Verdener Pflegeheim lebte. „Anfangs lag er still im Bett und sprach kaum“, erinnert sie sich. Doch mit jedem Besuch entstand Vertrauen – gemeinsame Spaziergänge, stille Nachmittage, ein Lächeln zwischendurch.
Eines Tages hatten beide eine Idee: ein Eis essen gehen. Der Plan brauchte etwas Geduld – erst musste ein Rollstuhl organisiert werden. Und als er endlich da war, reichten die Kräfte von Herrn G. nicht mehr aus, um hinauszufahren.
„Dann holen wir das Eis eben hierher“, schlug Beatrix vor. „Erdbeere, zwei Kugeln“, antwortete er leise.
Sie fuhr in die Stadt, kaufte das Eis und brachte es ans Bett. „Als er den Becher sah, bekam er große Augen. Ich löffelte ihm etwas auf die Lippen – er schloss die Augen und lächelte.“
Ein kleiner Moment – und doch so viel mehr: erfüllte Nähe, Lebensfreude, Würde bis zuletzt.

Am 23. November 2025 hat der Emmaus Ambulanter Hospizdienst zu einem Trost- und Gedenkgottesdienst eingeladen.

Es wurden die 36 Verstorbenen aus den Jahren 2024/2025 namentlich vorgelesen und auf Karten niedergeschrieben.

Freunde und Familie können die Pflege nur bis zu einem gewissen Punkt leisten, auch mit Unterstützung durch Pflegedienste.

Das Leben läuft auf Hochtouren. Zwischen Terminen, Familie, Verpflichtungen – Eine Diagnose ohne Aussicht auf Heilung.